Brennerroute - Blockabfertigung am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein

Dem wachsenden Transitverkehr auf der Inntal-Autobahn begegnet unser Nachbarland Österreich mit dem Bundesland Tirol seit dem 04. Oktober 2017 mit Blockabfertigungen an Tagen mit bekannt hohem LKW-Aufkommen, also insbesondere nach Wochenenden oder Feiertagen.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass max. 250-300 LKW binnen einer Stunde am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein abgefertigt werden. Dies führt aufgrund des jedoch deutlich höheren LKW-Aufkommens dazu, dass sich kilometerlange Rückstaus auf der Inntalautobahn bis zum Inntal-Dreieck und häufig noch bis zur A8 bilden. Einhergehend damit geht die nicht unerhebliche Gefahr von Unfällen aufgrund der kilometerlangen Rückstaubildung.

Aktuellen Verlautbarungen ist zu entnehmen dass bis Jahresende weitere 20-30 Blockabfertigungen geplant sind. Nun kann man durchaus Verständnis dafür aufbringen dass der LKW-Transitverkehr auf der Brenner-Route zu einer Belastung für Mensch und Natur führt. Gleichwohl sind echte Alternativen dünn gesät, denn die RoLa (Schienenverkehr Rollende Landstraße) könnte wohl Abhilfe durch entsprechende Taktung auf der Schiene bieten, jedoch sind die dafür notwendigen Verladeterminals bei weitem nicht in der Lage die Mengen dafür aufzunehmen und via Schiene zu verladen. Auch der Brenner-Basistunnel ist mit einer geplanten Fertigstellung bis 2025 noch in weiter Ferne. (Für Interessierte am Projekt Brenner-Basistunnel https://www.bbt-se.com/tunnel/projektueberblick/ )

Ein Dilemma, welches aktuell zulasten der Verlader, Spediteure, Frachtführer und insbesondere dem Fahrerpersonal ausgetragen wird, ohne dass durch die einseitigen Maßnahmen ein belastbarer und nennenswerter Umweltbeitrag erzielt würde.

Auch der zuletzt initiierte Brenner-Gipfel in München unter Begleitung von EU-Koordinator Pat Cox führte bisher zu keiner tragfähigen Lösung.

Auch unsere Alpenquerenden Verkehre z.B. via Italien nach Bologna/Milano sind von den Maßnahmen betroffen.